Berichte


Aus dem Vereinsleben

Tag der Sehbehinderten 2021

Am 12. Juni fand der diesjährige bundesweite „Aktionstag der Sehbehinderten“ unter dem Motto „Mehr Sicherheit auf Gehwegen durch kontrastreiche Poller“ statt.

Auch hier in Greifswald finden sich leider reichlich Poller auf Fuß- und Radwegen, die nicht ausreichend kenntlich gemacht sind. Sie stellen eine potentielle Gefahrenquelle für Menschen mit einer Seheinschränkung dar, da sie einfach übersehen werden und es in der Folge zu erheblichen Verletzungen kommen kann.

Unsere Gebietsgruppe erhielt von der Landesgeschäftsstelle des BSVMV e.V. 6 gestrickte, 50 cm lange Pollermützen. Diese, im rot-weißem Ringeldesign gehaltenen Überzieher, waren zusätzlich mit einem laminierten Informationsblatt ausgerüstet, welches die Hintergründe zu der Aktion vermittelte.

Für den Zeitraum von einer Woche schmückten diese leuchtenden Strickstrümpfe graue Poller im Stadtteil Eldena, Wieck sowie Ostseeviertel Ryckseite. So wurde deutlich gemacht, wie Poller richtig zu kennzeichnen sind.

Den farbenfrohen Hinguckern war die Aufmerksamkeit der Spaziergänger und Radfahrer gewiss! So blieb manch ein Passant stehen, um sich über die Aktion zu informieren.

Auch die Ostseezeitung berichtete über diese Initiative des Blinden- und Sehbehindertenvereins.

Im Vordergrund ein Poller mit einer rotweiß geringelten Pollermütze. Im Hintergrund einige Häuser und die Slipanlage am Hafen des Ortsteils Wieck
Poller mit Pollermütze in Wieck

Kurzbericht über die regionale Veranstaltung zum „Tag des Weißen Stockes“ im Oktober 2020

In diesem Jahr führten wir die alljährliche Veranstaltung zum „Tag des Weißen Stockes“ innerhalb der „Woche des Sehens“ gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald durch.

 Die  erschwerten Bedingungen, welche COVID-19 mit sich brachte, bedeuteten für Veranstalter und Teilnehmer  weitaus mehr Umsicht, Planungsaufwand und die zahlenmäßige Begrenzung der Akteure.

Die Universitätsmedizin Greifswald startete vor 1,5 Jahren ein Projekt, welches als Ergebnis eine App für alle anstrebt, mit deren Hilfe die Indoornavigation in ihren Räumlichkeiten ermöglicht werden soll.

Projektleiter ist der Chief Digital Officer der Einrichtung. Mit ihm  und mit dem Direktor der Augenklinik gab es im Vorfeld bereits einige Gespräche zum Thema Anforderungen von blinden und sehbehinderten Besuchern und Patienten an ein elektronisches Wegeleitsystem für das Klinikum.

Als ausführende It-Firma wurde vom Auftraggeber Catchup Applications mit der Entwicklung der App für alle beauftragt.

Auch einem Vertreter dieser Firma konnten Vorstandsmitglieder der Gebietsgruppe Greifswald im Rahmen eines Gesprächs vor Ort bereits deren Anforderungen an das Navigationssystem erläutern, denn damit betrat die Entwicklungsfirma nach eigener Aussage Neuland. Vor allem die Echtzeitnavigation, welche bisher nicht vorgesehen war, ist speziell für sehbehinderte und blinde Personen ganz wichtig.

Am 14. Oktober folgten 8 Mitglieder der Gebietsgruppe Greifswald und 2 Mitglieder der Gebietsgruppe Stralsund der Einladung der  Greifswalder Universitätsmedizin in deren Hauptgebäude.

Eines hatten die sehbehinderten oder bllinden Personen gemeinsam: Alle sind Nutzer eines Smartphones und zum Teil ebenso Nutzer von Navigationapps.

Jene Apps sind wertvolle Orientierungshilfen für diesen Personenkreis im öffentlichen Verkehrsraum und daher fast schon unverzichtbar, um sich eigenständig, auch in fremder Umgebung, zurecht zu finden.

Neugierig waren deshalb alle auf den aktuellen Entwicklungsstand der App für Indoornavigation, welche heute in der Beta-Version vorgestellt werden sollte. 

Aus organisatorischen Gründen fanden zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr zeitlich versetzte Testläufe durch die Zielgruppe statt. 

Zu jeder Gruppe gehörten 3 bis 4 Teilnehmer. Die Testversion der Navigation befand sich auf einem iPhone, welches dem jeweiligen Anwender für den Testlauf zur Verfügung gestellt wurde.

Die präparierte Teststrecke führte vom Eingangsbereich zur Augenambulanz hin.

Man wurde zu einem Startpunkt gebracht und erhielt das spezielle iPhone. 

Auf dem Smartphone war die Sprachausgabe VoiceOver eingeschaltet, so dass man sich mit dem Finger durch die einzelnen Punkte der bereits geöffneten App wischen konnte. 

Wenn der Punkt Augenambulanz gefunden war, musste dieser angeklickt und dann die Navigation gestartet werden. 

Das Gerät sagte: Das Ziel befindet sich in 50 Metern vor ihnen. 

Das war sozusagen der Startschuss.

Damit nichts passiert, stand eine Auszubildende für Augenheilkunde als Begleitung zur Seite.

Nach ettlichen Metern meldete sich die App erneut und wies den Nutzer darauf hin, dass er nun nach links abbiegen muss. Kurz danach erfuhr man auch schon, dass man nun das Ziel erreicht habe. 

Dort hat man das iPhone abgegeben, damit es dem nächsten Testläufer überreicht werden konnte. 

Am Ziel erwartete uns der Projektleiter, der Direktor der Augenklinik, Mitarbeiter von Catchup Applications sowie weitere Studenten. 

Die Testpersonen wurden nun ausführlich zur Bedienbarkeit und Nützlichkeit der Anwendung befragt.

Alle Antworten notierte man ganz genau, um das Ergebnis hinterher auswerten zu können. Dies soll dazu dienen, die Anwendung weiterzuentwickeln und eventuelle Fehler auszubauen. 

Am Ende waren sich die Teilnehmenden darüber einig, dass die App offensichtlich gut bedienbar ist. Für eine abschließende Beurteilung reichten jedoch Nutzungsdauer und -intensität nicht aus. 

Allerdings offenbarte sich bei der Umsetzung ein Problem. So benötigen blinde Personen zwischen Startpunkt und Abzweig noch weitere Informationen, da die Strecke nicht ganz gerade verläuft und durch einen Wartebereich führt. Somit stehen hier keine zusätzlichen Orientierungshilfen als Langstockführung zur Verfügung, wie dies in Fluren der Fall ist. 

Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern der Universitätsmedizin und bei Catchup Applications für die Möglichkeit bei diesem Projekt mitwirken zu können und sind bereits sehr gespannt auf das Endergebnis.

Ebenfalls bedanken wir uns bei den Mitgliedern der Gebietsgruppe Greifswald und Stralsund, die sich trotz der schwierigen Bedingungen in der Universitätsmedizin eingefunden haben, um ihren Beitrag für eine Navigations-App für alle zu leisten. 

Greifswald, 20.10.20 

Verfasser: Jana Schattschneider   

Besuch im Schweriner Landtag

Herr Minister Pegel, SPD-Fraktion im Schweriner Landtag, hatte uns, die Gebietsgruppe Greifswald und das Behindertenforum, zu einer Landtagssitzung ins Schweriner Schloss eingeladen.
Am Donnerstag, den 17.10.2019, folgten 21 Vereinsmitglieder dieser Einladung und fuhren gemeinsam mit dem Bus in die Landeshauptstadt. Schon während der Busfahrt war die Stimmung erwartungsvoll.
Im Schweriner Schloss angekommen, wurden wir sogleich von einer Assistenz in Empfang genommen und mit der Umgebung vertraut gemacht. Außerdem erfuhren wir viel Wissenswertes über die Aufgaben sowie die Arbeitsweise des Landtags.
Anschließend bekamen wir eine Stunde lang die Gelegenheit, einer Landtagssitzung beizuwohnen.
Es war sehr aufschlussreich und interessant, einmal einen Teil des Arbeitsalltags der Abgeordneten zu erleben. Aber auch die Sitzordnung sowie die Verfahrensweise der Sitzung brachten für die meisten von uns neue Erkenntnisse.
Nach dem Mittagessen begrüßte uns Minister Christian Pegel zu einer Informations- und Fragestunde. Nun konnten wir unsere Fragen und Anliegen vorbringen. Dabei ging es natürlich vorrangig, um Themen, wie die inklusive Beschulung blinder und sehbehinderter Kinder, die Barrierefreiheit und den Öffentlichen Personennahverkehr in den Kommunen.
Minister Pegel versuchte alles zu beantworten, obwohl einige Fragen nicht seinen Aufgabenbereich betrafen. Dabei machte er uns auch deutlich, wie schwierig sich manche Entscheidungsfindung gestaltet und dass dabei oftmals nicht alle Erwartungen erfüllt werden können.
Gerne hätten wir noch mehr Fragen gestellt, jedoch war diese Stunde viel zu schnell vergangen.

Anschließend steuerten wir den Ausstellungsbereich an, wo sich jeder auf Wunsch einen Audioguide ausleihen konnte. So ausgestattet, erhielten wir zusätzlich eine spezielle Führung durch das Schweriner Schlossmuseum. Wir waren begeistert von den vielen neuen Eindrücken und den bildhaften beschreibungen der Räumlichkeiten und Ausstellungsstücke.
Das Erlebte sorgte während der Heimreise für angeregte Gespräche und ließ somit die recht lange Fahrt kurzweilig wirken. .,
Dieser Tag wird uns als ein Tag mit viel neuem Wissen, interessanten Eindrücken und Erlebnissen in schöner Erinnerung bleiben.

Verfasser: R. Sperling, Redaktion

Besuch im Wiecker Hofcafe

Die Begegnungsgruppe Altstadt des BSV M/V Gebietsgruppe Greifswald hatte sich am Freitag, dem 26.07.2019 zu ihrem monatlichen Treff an der Bushaltestelle in Wieck verabredet.

Nachdem alle eingetroffen waren, wanderten wir zunächst nach Wieck, wo unser erstes Ziel die Dorfkirche sein sollte.
Als wir jedoch ein Stück ins Dorf gegangen waren, empfing uns eine so drückende Wärme, dass wir uns entschlossen, lieber gleich das Wiecker Hofcafé anzusteuern.

Beim Eintreten ins Café atmeten alle erleichtert auf. Eines unserer Mitglieder hatte sich zu der Geschichte des Dorfes vorinformiert und berichtete uns davon, so dass es nebenbei auch eine informative Unternehmung wurde. Anschließend ließen wir uns Kuchen und Kaffee sowie einen Eisbecher schmecken.
Dabei entstanden fröhliche Unterhaltungen, währenddessen ein weiteres Mitglied mit seinem Handy andere interessante Informationen über Wieck zum Besten gab.

Auf dem Rückweg zum Bus waren alle zufrieden und ausgelassen, so dass es trotz der Wärme wieder eine sehr gelungene Veranstaltung war.

Verfasser: R. Sperling

Besuch in der Gallerie des Soziokulturellen Zentrums St. Spiritus

Am Freitag, dem 28.06.2019 hatte sich die Begegnungsgruppe Altstadt im St. Spiritus zu ihrer monatlichen Veranstaltung zusammengefunden.

Wir hatten uns dort zunächst ein Stück selbstgebackenen und sehr köstlichen Kuchen sowie eine Tasse Kaffee schmecken lassen.
Anschließend gingen wir in die Galerie, in der ein Greifswalder Maler seine Bilder ausgestellt hatte, die er uns vorstellen wollte.
Jedoch als er uns Blinde und Sehbehinderte vor sich sah, kam er in Beschreibungsnot, denn man hatte ihn nicht vorbereitet.

Doch letztendlich konnten wir uns, unter mithilfe unserer sehenden Begleiter, doch ein relativ gutes Bild über seine Werke machen. Wobei bemerkt werden muss, dass er recht fantasievolle Bilder ausgestellt hatte, auf denen jeder etwas anderes erkennen wollte.

Letztendlich waren aber alle Gruppenmitglieder zufrieden über unsere gemeinsame Unternehmung und diesen schönen Nachmittag.

Verfasser: R. Sperling

Forum zum Tag der Sehbehinderten 2019

Am 11. Juni 2019 beging unsere Gebietsgruppe im Haus der Begegnung den diesjährigen „Tag der Sehbehinderten“.
Zu diesem Anlass hatte unser Vorsitzender ein Forum zum Thema „Zukunft und Gestaltung von Maßnahmen für eine barrierefreie Stadt mit dem Schwerpunkt Sehbehinderung“ organisiert.
Geladen waren alle Mitglieder der Gebietsgruppe, Interessierte aus dem Behindertenforum und zwei Vertreter der Stadtverwaltung, Herr Wilde und Herr Schiek, als Referenten.
Um 14:00 Uhr eröffnete der Moderator, Herr Uhlig, die Veranstaltung und gab das Wort an Herrn Wilde weiter.
Der Leiter Stadtentwicklung und Untere Denkmalschutzbehörde informierte uns sehr anschaulich über sein Tätigkeitsfeld. Dabei ging er insbesondere auf das Thema Barrierefreiheit in Zusammenhang mit Verkehrsplanung und öffentlichem Nahverkehr ein.
Zudem berichtete er über aktuelle Bau- und Umbaumaßnahmen.
Herr Wilde setzte die Zuhörer darüber in Kenntnis, dass seine Behörde stets darum bemüht sei, die geltenden DIN-Normen einzuhalten, welche ihm und seinen Mitarbeitern als Arbeitsgrundlage dienen. Da aber sehr verschiedene Interessen zusammengebracht werden müssen, lässt es sich nicht vermeiden, ab und zu Kompromisse einzugehen.
Als Beispiele nannte der Referent den Denkmalschutz und die Baumschutzverordnung.
Auch der komplett barrierefreie Umbau von Bushaltestellen stellt demnach enorme Anforderungen an die Stadt, welche aus finanziellen Gründen nicht immer gleistet werden können. Deshalb bevorzugt Herr Wilde hin diesen Fällen den Begriff „barrierearm“ anstelle von „barrierefrei“.

Im Anschluss an den interessanten Vortrag durften Fragen gestellt werden. Die Anwesenden, darunter Vorstandsmitglieder der Gebietsgruppe, ein Vertreter des Arbeitskreises Umwelt und Verkehr des BSV M-V und eine Vertreterin der Arbeitsgruppe Barrierefreie Stadt, nutzten diese Gelegenheit, um auf Mängel hinzuweisen, mit denen sie in Greifswald täglich zu kämpfen haben.

Danach stellte sich unser zweiter Referent, Herr Schiek, vor.
Er berichtete über seine Arbeit im Grünflächen- und Tiefbauamt der Stadt Greifswald.
Beide Referenten notierten sich die Anregungen aus den Reihen der Zuhörer und versprachen, diesen nachzugehen.

Am Ende der konstruktiven Gesprächsrunde stellte der Moderator fest, dass in Greifswald schon viel in Sachen Barrierefreiheit passiert sei, es aber hier und da noch Verbesserungsbedarf gibt.
Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass trotz der Zusage seitens der Stadt immer noch kein sehbehinderten- und blindengerechter Zugang in Form von Bodenindikatoren und einem Leitsystem zum Haus der Begegnung und somit zum Behindertenforum möglich sei.
Dieses schon länger geplante Vorhaben soll nun endlich in die Tat umgesetzt werden.

Das Forum war für alle Teilnehmer eine erfolgreiche Veranstaltung. Es wurde beschlossen, zukünftig direkt zusammen zu arbeiten, wenn es um Fragen der Barrierefreiheit in unserer Stadt geht.

Kurzbericht Kinderfest des Behindertenforums

Das Kinderfest des Behindertenforums fand Samstag den 18.05.2019 statt, das wir als BSV MV Gebietsgruppe Greifswald wieder mitgestalten wollten. Das Fest begann um 14 Uhr und das wunderschöne Wetter ließ einen guten Zulauf der Gäste erwarten.
Wir hatten uns wieder mit drei Mitgliedern dazu bereiterklärt, mit einem Informationsstand teilzunehmen und den interessierten Teilnehmern Frage und Antwort zu stehen.
In unseren zwei Tastboxen konnten die kleinen und großen Gäste ihren Tastsinn erproben, wofür es einen Stempel und für die Kleinen eine Aufmerksamkeit gab.
Wir stellten diesmal fest, dass in diesem Jahr die Musik kindgerechter ausgewählt sowie die Lautstärke angemessen geregelt worden war.
Letztendlich war der Zulauf an unserem Stand jedoch verhalten, aber die Besucher nicht minder begeistert gewesen.

Verfasser: R. Sperling, Mai 2019

Ein Besuch im Botanischen Garten

Am Freitag, dem 26.04.2019 hatte sich die Gruppe Altstadt des Blinden und Sehbehindertenvereins M/V Gebietsgruppe Greifswald, wieder zu einer Führung im Botanischen Garten angemeldet. Dieses Mal stand eine Führung im Gewächshaus für Gebrauchspflanzen auf dem Plan. Dort begegneten uns jene Pflanzen, die wir im alltäglichen Sprachgebrauch als Südfrüchte benennen. Die Mitarbeiterin erzählte uns über die Pflanzen und Früchte vieles, was wir trotz des Konsums bisher noch nicht wussten. Auch im zweiten Gewächshaus erfuhren wir informative und lehrreiche Neuigkeiten, nun über Kakteen. Dies rundete einen tollen Nachmittag ab.

Verfasser: R. Sperling, Mai 2019

Ein Besuch in der Galerie STP in Greifswald

Am 16. April 2019 trafen sich Mitglieder der Begegnungsgruppe in der Mühlenstraße 20 zum Besuch der Galerie STP.

Wir wussten, dass uns mit der aktuellen Ausstellung
FRENCH ROMANTICISM Fotografien von Jean-Christophe Ballot, Alain Cornu, Francois Delebecque, Anna Muller (Paris) erwarten werden und waren sehr gespannt darauf.

Zu Beginn wurden wir lebhaft und aufschlussreich durch die Mitarbeiterin mit dem Entstehen der Galerie, dem geschichtlichen Hintergrund des Gebäudes, dem Umbau sowie der erstaunlichen Gestaltung durch die Galeristen bekannt gemacht.

Leidenschaftlich, verständlich und informativ gelang es der Mitarbeiterin, uns die Künstler und ihre Fotografien „sehen“ zu lassen und den verbindenden Kontext interessant zu erläutern. Ebenso waren wir erstaunt von dem, was wir über das Entstehen mancher Fotos erfuhren.

Der Mitarbeiterin sagen wir aus vollem Herzen Dank für ihren rundum gelungenen, sehr beeindruckenden und mit Feingefühl gestalteten Rundgang.

Kurzbericht über den Tierparkbesuch

Am Freitag, den 25.05.2018, traf sich die Gruppe Altstadt um 14:30 Uhr zu einer Führung im Greifswalder Tierpark.
Nach dem Bezahlen unseres Eintrittsgeldes wurden wir vom Cheftierpfleger Herrn Tetzlaff begrüßt. Er freute sich über unseren traditionellen Besuch und dem Entschluss, diesmal eine andere Form der Führung gewählt zu haben.
Die 15 teilnehmenden Mitglieder drängten sich dicht um den Tierparkmitarbeiter, damit sie ja keine seiner Ausführungen verpassten.
Der Rundgang begann bei den Lisztäffchen, die durch ihren Kopfschmuck, der der Frisur des Komponisten Franz Liszt ähnelt, ihren Namen verdanken. Auf Anfragen nach dem tragischen Schicksal eines Äffchens, erfuhren wir, das die Gruppe eine längere Zeit mit den Folgen des Todes dieses Gruppenmitgliedes, zu kämpfen hatte.
Als nächstes kamen wir zu den Gehegen der Alpakas und der Esel, die wir streicheln durften. Dort erfuhren wir, dass die älteste Eseldame verstorben ist. Sie hieß Nelly und wurde 40 Jahre alt. Nun ist der Eselhengst der Senior.
Zu den Alpakas erzählte uns Herr Tetzlaff, dass man zum Scheren der Wolle extra einen Scherer für Alpakas kommen lässt, da diese eine viel dichtere Wolle besitzen als Schafe.

Danach erreichten wir die Anlage der Wasserschweine, die der Cheftierpfleger durch eine Futtergabe zu ihrem gewohnten Schmatzen bewegen wollte, aber sie taten ihm den Gefallen an diesem Tage nicht.
Weiter führte uns unser Weg zu den Gehegen der Waschbären und der Stachelschweine. Zu den Waschbären sagte uns Herr Tetzlaff, dass sie Waschbären heißen, da man annahm, dass sie ihre Nahrung im Wasser waschen. Sie ertasten aber ihre Nahrung unter Steinen im Wasser, was wie waschen erscheint.
Die Stachelschweine können ihre Stacheln auch nicht abschießen, sondern diese lösen sich höchstens, wenn sie angegriffen werden und ihre Stacheln aufgerichtet sind.
An den Gehegen der Kängurus und der Dingos, die beide in Australien beheimatet sind, konnten wir erfahren, dass die Kängurus zahlreichen Nachwuchs haben. Ein Känguruweibchen kann gleichzeitig drei Junge haben, eines das den Beutel gerade verlassen hat, eines das sich im Beutel an einer Zitze festgesaugt hat und einen Embryo, der sich in der Gebärmutter befindet. Bei den Dingos überlegt man, ob man die Anlage aus Rentabilitätsgründen auflöst, um dadurch für die Alpakas ein größeres Gehege zu schaffen.
Im Gehege der Erdmännchen herrschte ein reges Treiben, da die Erdbaue ständig gereinigt und erweitert werden. Ein Wachposten sorgt durch seine Wache dafür, dass seine Artgenossen unbekümmert ihrem Tagwerk nachgehen können. Hier erfuhren wir, dass diese putzigen Kerlchen zu den Raubtieren zählen.
Das nächste Gehege gehörte den Nasenbären, die gleich ein lustiges Gezwitscher von sich hören ließen, da sie die Stimme ihres Pflegers erkannten und Futter erhofften.
Auch aus der Anlage der Kapuzineraffen vernahmen wir ein lustiges Gezwitscher vom Männchen der Gruppe, das auf den Namen Max hört und eine Handaufzucht gewesen war, und nun seinen Ziehvater erkannte. . Unser Führer musste das Äffchen erst begrüßen, damit es sich beruhigte.
Zu der nun folgenden Anlage der Störche, konnte Herr Tetzlaff besonders viel berichten, da er selber zu den Vogelschützern gehört. So erzählte er uns, dass dort einige Störche leben, die als Unfallopfer in den Tierpark kamen und hier ein dauerhaftes Asyl gefunden haben und hier sogar ihre Jungen großziehen. Jedoch gab es anfangs hin und wieder Schwierigkeiten bei der Paarung, da einige Störche nur noch ein Bein beziehungsweise nur noch einen Flügel besitzen. Jedoch fanden sie bald eine Möglichkeit, ihre Paarung trotzdem zu vollziehen.
Aber auch Wildstörche nisten und brüten hier und ziehen ihre Jungen auf. Herr Tetzlaff berichtete, dass es jedes Jahr ein imposantes Bild ist, wenn alle Jungstörche sich zum Abflug in den Himmel erheben und über dem Tierpark kreisen.
An der Anlage für Vogelstimmen konnten wir uns Rufe verschiedener Vögel anhören, wie vom Waldkauz und vom Seeadler.
Am Karpfenteich beendeten wir die Führung, die uns wieder mit großer Begeisterung das Leben im Tierpark nahe bringen konnte.

Als krönenden Abschluss unternahmen wir noch einen Spaziergang zum Museumshafen, Wo wir uns bei herrlichstem Sonnenschein und einer frischen Seeprise ein leckeres Fischbrötchen schmecken ließen.

Nachlese Frühlingsfest 2018

Am 2. Juni fand für die gesamte Gebietsgruppe das alljährliche Frühlingsfest statt. Etwa 50
Vereinsmitglieder und deren Begleitung folgten der Einladung ins Haus der Begegnung.
Um 14:00 Uhr eröffnete der Gebietsgruppenvorsitzende die fröhliche Kaffeerunde. Er bedankte sich in seiner kurzen Rede vor allem bei den Unterstützern vom Verein Sus (Senioren unter sich) und bei den zahlreichen Hobbybäckern aus eigenen Reihen, welche von Haferflockencookies über verschiedene Obst- und Quarkkuchen bis hin zu Schwedischer Apfeltorte für mehr oder weniger sündhaften Gaumenschmaus sorgten.
Im Anschluss zog das herrliche Wetter alle Anwesenden nach draußen, wo fleißige Helfer Sitzgelegenheiten und Sonnenschirme aufgebaut hatten.
Hier wartete bereits ein technisch versierter Aktiver des Vereins auf seinen Einsatz als DJ an unserer nagelneuen Anlage.
Der Gebietsgruppenleiter weihte das Mikrophon ein, indem er das Salatbuffet und die Getränkebar eröffnete.
Alle waren vom tollen Sound der Lautsprecher überzeugt und lauschten im Anschluss begeistert Schlagern von Andrea Berg bis Fantasy. .
Für das leibliche Wohl sorgten erfrischende alkoholische und nicht alkohlische Getränke, Gegrilltes sowie selbstgemachte Salate. Hier hatte man die Qual der Wahl zwischen Herings-, Kartoffel- und verschiedenen Gemüsesalaten.
So verging der Nachmittag mit leckerem Essen und netten Gesprächen umrahmt von der passenden Musik wie im Flug.

Der Vorstand bedankt sich noch einmal ganz besonders bei all denen, die an der Kaffeetafel, in der Küche, beim Auf- und Abbau im Freigelände, am Grill, für das Salatbuffet und nicht zuletzt an der Getränkebar mitgeholfen haben.
So wurde diese Veranstaltung wieder zu einem großen Erfolg und brachte allen Anwesenden viel Freude und Entspannung.“