Öffentlichkeitsarbeit


Landesweite Festveranstaltung zum „Tag des weißen Stockes“

Am 9. Oktober hieß es in der Universitäts-Augenklinik Greifswald: „Nach vorne schauen“ – mit fachärztlicher Kompetenz in der Augenheilkunde,
„Nach vorne schauen“ – Chancen entdecken – auch mit Sehbehinderung ein
selbstbestimmtes Leben führen

Die Gebietsgruppe Greifswald hatte, gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Andreas Stahl, dem Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde
in der Universitätsmedizin Greifswald, zum Tag des weißen Stockes zur zentralen Veranstaltung für Mecklenburg-Vorpommern, in den Hörsaal Nord und Seminarräumen der Augenklinik eingeladen.
Neben dem Landesvorsitzenden, Herrn Wolf Hagen Etter und weiteren Vorstandsmitgliedern, waren ca. 100 Besucher aus Greifswald, Wolgast, Usedom, Neubrandenburg, Stralsund, der Insel Rügen und Bad Kleinen, nahezu aus ganz MV, der Einladung gefolgt.
Während Bernd Uhlig, der Vorsitzende der Gebietsgruppe, die Veranstaltung im Hörsaal Nord eröffnete, begannen die Hilfsmittelfirmen und Anbieter ihre Stände für eine umfangreiche Hilfsmittelpräsentation aufzubauen. Ihre Teilnahme zugesagt und angereist waren die – Papenmeier Reha-Technik GmbH aus Berlin, der BHVD Flusoft GbR Dresden, Medizintechnik Jürgen K. Kranz GmbH aus Wismar, die Feelspace GmbH aus Osnabrück, Mobilitätstrainerin A.Heise aus Laage und die Hundeschule P.Asmuß aus Rostock.

Nachdem der Landesvorsitzende, Wolf Hagen Etter, in seinen Worten die Bedeutung der Woche des Sehens und ganz speziell des “Tages des weißen Stockes” unterstrich, sprach dann der Gebietsgruppenvorsitzende, Bernd Uhlig, zum Thema „Chancen für ein selbst bestimmtes Leben auch mit Sehbehinderung“. Dabei begründete er die Aussage, “dass heute ein Sehverlust nicht automatisch auch den Verlust von Lebensqualität bedeuten muss”. Er wies dabei auf die vielfältigen Beratungs- und Hilfsangebote des Vereins, die Möglichkeit eines beruflichen Neuanfangs und die Angebote des Landesvereins hin. Das erfordert aber auch Kraft und Mut eines jeden Betroffenen, diese Chancen zu nutzen. “Und hier helfen wir, Betroffene für Betroffene. Denn wir leben das Motto “Keiner ist allein und keiner darf allein gelassen werden.”, schloss Bernd Uhlig.

Professor Dr. Stahl, der seit Jahresbeginn die Universitäts-Augenklink und –Poliklinik Greifswald leitet, stellte in seinem Eröffnungsvortrag sein Ärzteteam vor und informierte über die Struktur, Ressourcen und neue Behandlungsmöglichkeiten in der Augenheilkunde der UniMedizin Greifswald. Er sprach auch davon, dass sich ein neues digitales Leit-system, das auch von nichtblinden oder nichtsehgeschädigten Besu¬chern genutzt und für die gesamte Unimedizin konzipiert werden soll, in der Planung befindet und die Gebietsgruppe von Beginn an mit einbezogen wird. Die enge Zusammenarbeit mit der hiesigen Gebietsgruppe des BSVMV ist ihm sehr wichtig, betonte Prof. Dr. Stahl.

Nach den sehr interessanten Ausführungen konnten sich alle Teilnehmer über die neuesten Angebote in der Hilfsmittelpräsentation informieren. Neben elektronischen Lese- und Schreibsystemen, Hilfen für Beruf und Alltag, der Ausbildung eines Blindenführhundes und dem Mobilitätstraining waren besonders die Orcam und der Vibrationsgürtel “Feelspace” gefragt. Für das “leibliche Wohl” war auch gesorgt. Dafür stand ein reichhaltiges Cateringangebot bereit.

In seinem zweiten Vortrag widmete sich Prof. Dr. Stahl den Behandlungs-möglichkeiten des Grünen- und Grauen Stars, Hornhauterkrankungen und neuen Therapieoptionen bei Netzhauterkrankungen 2019/2020, Frühgeborenenretinopathie, Netzhautdystrophien, Altersbed. Makula-degeneration (AMD), Luxturna und anderen gentherapeutischen Ansätzen bei RP. Dabei hat er alles so gut dargestellt und erklärt, so dass auch die Besucher, die an der großen Leinwand nichts mehr erkennen konnten, alles gut verstanden haben und nachvollziehen konnten. Sogar das Video einer Operation an der Hornhaut- Innenseite schilderte und erklärte Prof. Stahl den Anwesenden bis ins Detail.
Die absolute Stille im Hörsaal zeigte, wie beeindruckt alle von den Ausführungen waren. Das bestätigte nicht zuletzt der starke Beifall der Zuhörer.

Bernd Uhlig bedankte sich in seinem Schlusswort bei allen Besuchern für das große Interesse, bei Prof. Dr. Stahl für die gute Zusammenarbeit, seine interessanten Ausführungen, bei den Ausstellern und bei der Ostseezeitung und dem Greifswald-TV für eine Berichterstattung für die Öffentlichkeit. Der Dank gilt auch dem Vorstand der Gebietsgruppe Greifswald für die umsichtige Vorbereitung und gute Organisation, an der es auch gar nichts zu bemängeln gab.
Noch bereits während der Veranstaltung und auch danach erhielten wir von vielen Teilnehmern das Feedback, dass es eine sehr gelungene, eindruckvolle und würdige Veranstaltung zum Tag des weißen Stockes in Greifswald war.

Bernd Uhlig
Vorsitzender Gebietsgruppe Greifswald
des BSVMV e.V.

Gestaltung eines Seminars in der Uni Greifswald

Am Montag, den 26.11.2018,waren wir nun schon bereits zum dritten Mal von den Lehramtsstudenten der UNI Greifswald zu einer Informations- und Diskussionsstunde zum Thema „Inklusion“ eingeladen worden.
Von unserer Gebietsgruppe folgten 3 Mitglieder gemeinsam mit einer Begleitperson dieser Einladung.

Schon beim Eintreffen auf dem neuen Universitätsgelände in der Löfflerstraße, empfingen uns Mitarbeiterinnen der Erziehungswissenschaft und begleiteten uns zunächst bis zum Eingang. Bereits vor und dann auch nach dem Betreten des Gebäudes konnten wir uns davon überzeugen, dass die Universität Greifswald hier einiges in Sachen Barrierefreiheit unternommen hat.
So führt ein Blindenleitsystem durch das Außengelände zum Eingang hin. Im Gebäude erleichtern Leitstreifen die taktile und visuelle Orientierung. Eine Übersichtstafel in der Eingangshalle sowie Tafeln auf jeder Etage wurden taktil gestaltet sowie mit Brailleschrift und kontrastreicher Schwarzschrift versehen. Diese ermöglichen es gleichermaßen sehenden, sehbehinderten und blinden Studenten und Besuchern die räumliche Aufteilung mittels Augen beziehungsweise Fingerspietzen nachzuvollziehen.
Ebenso ließ der Lift keine Wünsche unsererseits an barrierefreies Bauen offen.

Zur Seminargestaltung, zu welcher wir gerne unseren Beitrag leisteten, hatten sich neben der Professorin des Lehrstuhls für Sonderpädagogik 15 Studentinnen und Studenten eingefunden.
Mit ihnen sind wir im Anschluss an die Vorstellungsrunde in einen anregenden und konstruktiven Erfahrungsaustausch getreten.
Einige Studenten berichteten von ihren Praktika in Schulen, wo das Thema Inklusion eine große Rolle spielt. Dabei trat zutage, dass seitens der Politik noch viele Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Inklusion in Gang zu bringen und nachhaltig zu gestalten.
Im Anschluss präsentierten wir unsere Sammlung praktischer Alltagshelfer für blinde und sehbehinderte Personen, welche beim Publikum auf reges Interesse stießen.
Wir gaben den Studenten eine kurze einweisung in die Brailleschrift und erklärten die Unterschiede zwischen Blindenführ-, Therapie- und Begleithund.

Am Ende waren sich alle einig, Dass dies eine gelungene Veranstaltung gewesen ist, von der alle Seiten profitieren konnten.
Sicher wird auch im nächsten Jahr ein solches Seminar stattfinden.

Kurzbericht über die Veranstaltungen zur Woche des Sehens

Jedes Jahr findet im Oktober bundesweit die „Woche des Sehens“ mit dem „Tag des Weißen Stockes“ statt.
Zu diesem Anlass gab es am 10. Oktober 2018 zwei Angebote für unsere Mitglieder und andere Interessenten:

Um 15:30 Uhr luden die Verkehrsbetriebe Greifswald gemeinsam mit unserer Gebietsgruppe zur Besichtigung eines neuen Gelenkbusses ein. Aufgrund des erhöhten Fahrgastaufkommens sahen sich die Stadtwerke veranlasst, künftig 2 Gelenkbusse im Linienverkehr der Stadt einzusetzen.
Am Südbahnhof bekamen wir Gelegenheit, einen der beiden strahlend weißen Neuerwerbe ausführlich zu erkunden und uns mit der veränderten Ausstattung bekannt zu machen. Hierbei stand uns ein sehr freundlicher Busfahrer zur Seite, der uns auf Besonderheiten der neuen Fahrzeuge hinwies. So informierte er uns über die Sitz- und Stellplatzaufteilung, zeigte uns die Haltewunschtasten und führte uns die Innen- und Außenansagen für die Haltestellen vor.
Wir konnten feststellen, dass alle optischen und akustischen Informationen tadellos funktionieren.
Neu war für uns vor allem, dass die hinterste Bustür per Taster selbst geöffnet werden muss, die extra breiten Notsitze am Rand der großen Stellflächen und dass es keinen Spalt am Gelenkstück gibt, worin sich Hundepfoten verklemmen könnten.

Anwesend waren neben einiger Mitglieder unserer Gebietsgruppe, die Behindertenbeauftragte, Aktive der AG Barrierefreie Stadt sowie Verkehrspolizei und Presse.

Gegen 17:00 Uhr hatten wir, zusammen mit der Gemeinschaftspraxis Auge im Zentrum, zu einer gemeinsamen, öffentlichen Veranstaltung in deren Räumlichkeiten in der Anklamer Straße 84 geladen.
In gemütlicher Atmosphäre bei Getränken und Knabbereien lauschten die rund 30 Gäste der kurzweiligen Veranstaltung.

Nach der Eröffnung durch unseren Vorsitzenden folgte ein augenärztlicher Vortrag zum Thema „Diabetis und die dadurch hervorgerufenen Komplikationen am Auge“.
Der Referent erläuterte uns die Ursachen und die möglichen Verläufe von Diabetischer Retinopathie und gab Hinweise zu deren Früherkennung, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten.
Er betonte den hohen Stellenwert der Prävention in Form von Überwachung des Blutzuckerspiegels, des Blutdrucks, des Augeninnendrucks und der Blutfettwerte.
Eine mindestens zweijährliche Vorstellung beim Augenarzt ist demnach für Diabetisbetroffene unerlässlich.
Er informierte uns über die Untersuchungsmöglichkeiten des Augenhintergrundes.
Wird eine Retinopatie diagnostiziert, so wie diese bei etwa einem Drittel der Diabetiker irgendwann in Erscheinung tritt, so gibt es, je nach Verlauf, verschiedene Behandlungsoptionen. Diese zielen besonders darauf ab, Gefäßneubildungen einzudämmen.
Im Folgenden gab uns der Referent nähere Informationen hierzu und nannte Beispiele aus der augenärztlichen Praxis.

Im Anschluss unterrichtete uns ein Vertreter der Hilfsmittelfirma Reinecker aus Berlin über bewährtes und neu im Sortiment befindliches, um sehbehinderten und blinden Menschen das Leben zu erleichtern.
Besonders beeindruckend war die Beschreibung einer Lupenbrille mit im Bügel integrierter Beleuchtung und des stationären, elektronischen Hilfsmittels VEO VOX, wobei es sich um eine Kombination aus Bildschirmlesegerät und Vorlesesystem handelt.
Ganz besonders großes Interesse bei den Betroffenen weckten die neuartigen Kamerabrillen, wie eSight und OrCam.

Zur OrCam 2.0, dem neuesten Modell dieses mobilen Vorlesegerätes, folgte nun ein extra Vortrag durch eine Vertreterin des Herstellers.
Das 23 Gramm leichte Kamerasystem in Stick Größe ist in 2 Ausführungen erhältlich: , „My Eye“ und „My Reader“.
Im Gegensatz zum Modell „My Reader“ weist „My Eye“ zusätzliche Funktionen auf, wie zum Beispiel: Gesichter-, Geldschein-, Farberkennung und Barcotreader.
Doch die Hauptaufgabe dieser Technologie ist es, Texte von allen beliebigen Oberflächen und auf kurze und längere Distanzen vorzulesen, wobei eine automatische Erkennung der Sprache des Textes eingebaut ist.
Diese Funktion kann entweder mittels Fingergesten oder voll automatisch ausgelöst werden, wobei zur Aktivierung des Systems eine Touchfläche dient.
Ob in Zukunft auch die Nutzung zum Vorlesen der Notenschrift, für die Gegenstandserkennung und als Navigationshilfe möglich sein wird, blieb offen.
Da die Elektronik, die übrigens dem Assistenzsystemen für Autofahrer entlehnt ist, noch weiter entwickelt wird, ist all dies nicht ausgeschlossen.
Die Akukapazität beträgt in Dauernutzung etwa 2 Stunden, die Aufladezeit über eine Powerbank nur 40 Minuten und erfolgt mittels Magnetkabel per Induktion. Updates sind möglich und 2 Jahre lang inklussive.
Von den gesetzlichen Krankenkassen wird dieses, besonders für sehbehinderte Personen nützliche, Hilfsmittel nach Vorlage eines ausgefüllten Erprobungsbogens oftmals bezuschusst. In Ausnahmefällen werden die Kosten komplett übernommen.

In Anschluss an ihre Ausführungen reichte die Vertreterin eine OrCam herum.
Auf diesen Moment hatte das Publikum gewartet. Es war sehr interessant für die Zuhörer, diese ganz normale Brille mit einem mittels Magneten am Bügel befestigten Minicomputer einmal aufsetzen zu können. Viele waren erstaunt, wie diskret und leicht sich diese bemerkenswerte Alltagshilfe einfach auf der Nase tragen lässt.

Die beiden Stunden vergingen viel zu schnell und am Ende blieb kaum Zeit, die OrCam ausführlich zu testen.

Wir danken Professor Wilhelm und seinem Team, Reinecker Vision und OrCam GmbH für deren Unterstützung bei der Durchführung dieser interessanten Veranstaltung. .

Besuche der Grundschule „Lütte Nordlichter“ in Dersekow

Am Dienstag, den 29.05.2018, waren 4 Aktive, unser Sozialarbeiter sowie Führhund Sam im Rahmen einer Aktionswoche der Grundschule Dersekow zu Gast in einer der beiden zweiten Klassen.
Wir wurden von der Schulsozialarbeiterin sowie der Klassenlehrerin herzlich begrüßt, die diesen Tag begleiteten.
Nach einer kurzen Vorstellung unsererseits, gaben wir den Kindern die Möglichkeit, ihre Fragen loszuwerden, die auch prompt auf uns ein sprudelten. Auf Grund des großen Interesses hatten wir Mühe, die Punkte unseres Konzeptes sowie den Zeitplan einzuhalten. Welche Begeisterung seitens der Kinder! Wir informierten sie über unser alltägliches Leben und die dazu nötigen Hilfsmittel, die wir benutzen und führten einige vor. Als da waren: die sprechende Uhr, die sprechende Küchenwaage, das Farberkennungsgerät, welches prompt an den Pullis und Blusen der Kinder ausprobiert wurde. Vieles wollten die Kinder zum Blindenführhund Sam, liebevoll „Vierpfotenpartner“ genannt, wissen und stellten umfangreiche Fragen. Interessant dabei der weiße Langstock sowie die Blindenschrift – Punktschrift genannt, auch sie kamen nicht zu kurz. So dass am Ende der Stunde alle hellauf begeistert waren, als sie mit einer Simulationsbrille und dem Langstock den Schulflur, unter Aufsicht der Lehrerin, einmal entlanggehen durften.

Am Donnerstag, den 31.05.2018, besuchten erneut 3 Mitglieder unserer Gebietsgruppe, unser Sozialarbeiter sowie Führhündin Gina die Grundschule in Dersekow, diesmal war die andere zweite Klasse an der Reihe.
Auch an diesem Tag wurden wir im Klassenzimmer von der Lehrerin sowie den Schülern freundlich und aufgeregt begrüßt.
Anschließend erhielten die Kinder ebenfalls die Gelegenheit, ihre Fragen gleich loszuwerden, welche ähnlich zahlreich wie am Dienstag gewesen sind.
Die Klassenlehrerin fragte uns, ob sie Bilder machen dürfe, was jeder von uns bejahte. Ein Vorstandsmitglied hakte gleich ein und fragte, ob sie uns als Blindenverein einige von diesen Bildern zukommen lassen könnte und wir bekamen die Zustimmung.
Auch diesmal mussten wir auf unseren Zeitplan achten, aber zum Schluss waren noch zehn Minuten übrig, die wir zum Beantworten von weiteren Fragen nutzten.
Da noch offene Fragen blieben, machte der Leiter der Stadtgruppe den Vorschlag, diese an unseren Verein zu senden, die wir auf jeden Fall beantworten würden. Seitens unserer Mitglieder bei dieser Veranstaltung in Dersekow muss festgestellt werden, dass beide 2. Klassen durch ihre Klassenlehrerinnen sehr gut im Vorfeld auf unser Kommen vorbereitet wurden und grundsätzliche Dinge bereits erarbeitet worden sind, was eine Zusammenarbeit des BSV mit den Schulen erheblich erleichtert.
Wir erfuhren von der Schulsozialarbeiterin, dass bereits von anderen Lehrern bzw. Schülern, die Anfrage gekommen war, auch einmal etwas über uns zu erfahren. Wir hatten ja unsere Mailadresse bzw. die Telefonnummer hinterlassen, so dass eine weitere Kommunikation jederzeit möglich wäre. Wir bekräftigten unser Interesse wiederzukommen und dass es auch unserem Anliegen nützlich sei, den BSV Gebietsgruppe Greifswald der Öffentlichkeit zugängig zu machen und sich besonders in Schulen zu präsentieren. Denn Aufklärung zum Thema Sehbehinderung und Blindheit kann nicht früh genug stattfinden.

06.06.18 – Tag der Sehbehinderten
– dieses Jahr zum Thema „Sehbehindert im Museum“

Bundesweit fanden in 66 Museen Führungen für sehbehinderte und blinde Besucher statt. Museen hören, fühlen und sehen war das Anliegen.

Die Gebietsgruppe Greifswald bot einen Ausflug zur denkmalgeschützten Wassermühle Hanshagen an, die idyllisch gelegen und umgeben von Wiesen und Wäldern ist.
Während einer interessanten Führung durch ein Mitglied des Mühlenvereins erfuhren wir, dass die Mühle im Jahr 1524 als Kornmühle errichtet worden war, dass sie ab 1750 als Papiermühle diente und ab etwa 1850 wieder als Kornmühle. Sie gilt als die einzige erhaltene deutsche Papiermühle nördlich von Berlin und die letzte vorpommersche Wassermühle. Beeindruckt waren wir während der Besichtigung dieses technischen und kulturhistorischen Denkmals vom quer durch das Kellergeschoss fließenden Mühlbach, dem originalgetreuen Mühlenrad sowie der gesamten, jetzt wieder voll funktionsfähigen Mühlentechnik.

Bedanken möchten wir uns bei dem Vertreter des Mühlenvereins, dem es mit seinen Ausführungen gelang, uns dieses Denkmal „SEHEN“ zu lassen.

Zum Ausklang dieses Nachmittags genossen wir Kaffee und Kuchen im Hof der Mühlenanlage.

Aktionstag im Boddenhus

Im Vorfeld trat Herr Schulz als Mitarbeiter der Volkssolidarität und Koordinator des Aktionstages im „Boddenhus“, an Vertreter unseres Vereins (BSV MV Gebietsgruppe Greifswald) heran und lud diese am 04.05.2018 zum „Tag der offenen Tür ein.
Gern kamen wir der Bitte nach und betreuten einen Stand, der mit Materialien und Hilfsmitteln ausgestattet war, die etwas über unser Vereinsleben sowie das Leben blinder und sehbehinderter Menschen aussagten.

Nachdem uns Herr Schulz sehr freundlich begrüßte, wies er uns zwei Tische im Eingangsbereich zu, auf denen wir unsere mitgebrachten Materialien ausbreiten konnten.
Es dauerte auch nicht lange, und der Besucherstrom setzte ein. Einige interessierte Senioren traten an unseren Tisch, worauf sich Fragen Gestaltung eines Seminars in der Uni Greifswald

Am Montag, den 26.11.2018,waren wir nun schon bereits zum dritten Mal von den Lehramtsstudenten der UNI Greifswald zu einer Informations- und Diskussionsstunde zum Thema „Inklusion“ eingeladen worden.
Von unserer Gebietsgruppe folgten 3 Mitglieder gemeinsam mit einer Begleitperson dieser Einladung.

Schon beim Eintreffen auf dem neuen Universitätsgelände in der Löfflerstraße, empfingen uns Mitarbeiterinnen der Erziehungswissenschaft und begleiteten uns zunächst bis zum Eingang. Bereits vor und dann auch nach dem Betreten des Gebäudes konnten wir uns davon überzeugen, dass die Universität Greifswald hier einiges in Sachen Barrierefreiheit unternommen hat.
So führt ein Blindenleitsystem durch das Außengelände zum Eingang hin. Im Gebäude erleichtern Leitstreifen die taktile und visuelle Orientierung. Eine Übersichtstafel in der Eingangshalle sowie Tafeln auf jeder Etage wurden taktil gestaltet sowie mit Brailleschrift und kontrastreicher Schwarzschrift versehen. Diese ermöglichen es gleichermaßen sehenden, sehbehinderten und blinden Studenten und Besuchern die räumliche Aufteilung mittels Augen beziehungsweise Fingerspietzen nachzuvollziehen.
Ebenso ließ der Lift keine Wünsche unsererseits an barrierefreies Bauen offen.

Zur Seminargestaltung, zu welcher wir gerne unseren Beitrag leisteten, hatten sich neben der Professorin des Lehrstuhls für Sonderpädagogik 15 Studentinnen und Studenten eingefunden.
Mit ihnen sind wir im Anschluss an die Vorstellungsrunde in einen anregenden und konstruktiven Erfahrungsaustausch getreten.
Einige Studenten berichteten von ihren Praktika in Schulen, wo das Thema Inklusion eine große Rolle spielt. Dabei trat zutage, dass seitens der Politik noch viele Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Inklusion in Gang zu bringen und nachhaltig zu gestalten.
Im Anschluss präsentierten wir unsere Sammlung praktischer Alltagshelfer für blinde und sehbehinderte Personen, welche beim Publikum auf reges Interesse stießen.
Wir gaben den Studenten eine kurze einweisung in die Brailleschrift und erklärten die Unterschiede zwischen Blindenführ-, Therapie- und Begleithund.

Am Ende waren sich alle einig, Dass dies eine gelungene Veranstaltung gewesen ist, von der alle Seiten profitieren konnten.
Sicher wird auch im nächsten Jahr ein solches Seminar stattfinden.

sowie angeregte Gespräche ergaben. Interesse fanden zum Beispiel, der Umgang mit Nähnadeln sowie eine Bügelhilfe im Alltag, wenn die Augen im Alter doch schwächer werden.
Wir boten einen Telefontermin für nähere Absprachen oder auch einen Beratungstermin an.
Auch für das leibliche Wohl der Gäste und Teilnehmer wurde gesorgt.

So hatten wir wieder einmal eine Gelegenheit wahrgenommen, unseren Blinden- und Sehbehindertenverein in der Öffentlichkeit zu präsentieren und Informationsmaterial zu verteilen. Wir konnten auch gewissen Ängsten entgegenwirken , die sich zum Thema: „Ich sehe im Alter schlechter oder fast gar nicht mehr“, bei den Senioren oftmals unweigerlich ergeben.Gestaltung eines Seminars in der Uni Greifswald

Am Montag, den 26.11.2018,waren wir nun schon bereits zum dritten Mal von den Lehramtsstudenten der UNI Greifswald zu einer Informations- und Diskussionsstunde zum Thema „Inklusion“ eingeladen worden.
Von unserer Gebietsgruppe folgten 3 Mitglieder gemeinsam mit einer Begleitperson dieser Einladung.

Schon beim Eintreffen auf dem neuen Universitätsgelände in der Löfflerstraße, empfingen uns Mitarbeiterinnen der Erziehungswissenschaft und begleiteten uns zunächst bis zum Eingang. Bereits vor und dann auch nach dem Betreten des Gebäudes konnten wir uns davon überzeugen, dass die Universität Greifswald hier einiges in Sachen Barrierefreiheit unternommen hat.
So führt ein Blindenleitsystem durch das Außengelände zum Eingang hin. Im Gebäude erleichtern Leitstreifen die taktile und visuelle Orientierung. Eine Übersichtstafel in der Eingangshalle sowie Tafeln auf jeder Etage wurden taktil gestaltet sowie mit Brailleschrift und kontrastreicher Schwarzschrift versehen. Diese ermöglichen es gleichermaßen sehenden, sehbehinderten und blinden Studenten und Besuchern die räumliche Aufteilung mittels Augen beziehungsweise Fingerspietzen nachzuvollziehen.
Ebenso ließ der Lift keine Wünsche unsererseits an barrierefreies Bauen offen.

Zur Seminargestaltung, zu welcher wir gerne unseren Beitrag leisteten, hatten sich neben der Professorin des Lehrstuhls für Sonderpädagogik 15 Studentinnen und Studenten eingefunden.
Mit ihnen sind wir im Anschluss an die Vorstellungsrunde in einen anregenden und konstruktiven Erfahrungsaustausch getreten.
Einige Studenten berichteten von ihren Praktika in Schulen, wo das Thema Inklusion eine große Rolle spielt. Dabei trat zutage, dass seitens der Politik noch viele Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Inklusion in Gang zu bringen und nachhaltig zu gestalten.
Im Anschluss präsentierten wir unsere Sammlung praktischer Alltagshelfer für blinde und sehbehinderte Personen, welche beim Publikum auf reges Interesse stießen.
Wir gaben den Studenten eine kurze einweisung in die Brailleschrift und erklärten die Unterschiede zwischen Blindenführ-, Therapie- und Begleithund.

Am Ende waren sich alle einig, Dass dies eine gelungene Veranstaltung gewesen ist, von der alle Seiten profitieren konnten.
Sicher wird auch im nächsten Jahr ein solches Seminar stattfinden.